medijan.de 2011 – Von TYPO3 zu WordPress wechseln

medijan.de 2011 – Von TYPO3 zu WordPress wechseln

Damals war es ein echter Meilenstein für mich. Die eigene Website in TYPO3 umsetzen.

2011 war TYPO3 für mich noch intuitiver als WordPress. Ich hatte 2004 lange recherchiert und mir mehrere Open Sorce CMS-Systeme angesehen und getestet. Joomla fühlte sich irgendwie nach Excel an und disqualifizierte sich damit sofort, WordPress war als Blog-System noch lange nicht das, was es heute ist. TYPO3 war schlank, schnell, sehr flexibel anpassbar und von Grund auf mehrsprachig. Es bot mir die Gestaltungsmöglichkeiten, die ich benötigte und war technisch damals eines der besten Open Source Content Management Systeme.

Die Einarbeitung war heftig, die Lernkurve steil. Es hat sich rückblickend allerdings definitiv gelohnt!

Mittlerweile haben sich die Systeme stark weiterentwickelt und WordPress ist für mich das CMS der Wahl geworden. Ich bin 2020 mit der eigene Website von TYPO3 zu WordPress gewechselt.

Warum?

Weil es diesen „TypoScript“ – Zwischenschritt dort nicht gibt. Ich wollte nie Änderungen am Kern eines CMS vornehmen, da mit einem Update immer individuelle Änderungen geprüft und ggfls. überarbeitet werden müssen.

Mit TypoScript sind zwar viele Anpassungen im Rendering von Seiten in TYPO3 möglich. Es ist aber auch eine weitere Script-Sprache, die erlernt und beherrscht werden möchte. Mit Typoscript ändert man nicht am TYPO3-Core, alle Anpassungen sind updatesicher.

WordPress ist eine 80/20-Lösung

80% Ergebnis bei 20% Aufwand. Bei TYPO3 war das Verhältnis eher bei 60 zu 40. Fertige Themes die sich responsiv verhielten waren damals noch Mangelware. Grundlegende Konfigurationen mussten per TypoScript zusammengestellt werden, das hat viel Zeit in Anspruch genommen. Und Budgets für Projekte waren schon immer ein heikler Punkt, durch den das ein oder andere Projekt nicht umgesetzt wurde.

Änderungen am WordPress-Core können einfach und direkt per Hook in der functions.php des Child-Themes eingepflegt werden und sind damit getrennt von Theme- und WordPress-Updates. Also absolut sicher bei einem Update. Natürlich muss auch hier manchmal nachgebessert werden, vorallem bei einem Update der PHP-Version und der Nutzung veralteter PHP-Funktionen.

Nach wie vor halte ich es allerdings für sinnvoll keine direkten Änderungen an der Basis eines CMS zu machen. Anpassungen am Child-Theme ja – damit immer updatesicher!

TYPO3-Nostalgie

Auch wenn meine TYPO3-Seiten schon seit Jahren ohne Updates laufen, da ich auch kleinste Projekte mit TYPO3 erstellt habe – Sicher sind alte TYPO3-Installationen nicht. Vorallem weil noch uralte PHP-Versionen auf dem Server laufen müssen, damit die alten Kisten einwandfrei funktionieren.

Ein PHP-Extended-Version-Service eines Hosters wie IONOS kostet gut und gerne ein Vielfaches der monatlichen Hostinggebühr. Aktuelle PHP-Versionen kosten nichts extra. Das Projekt Motoren Schön war so ein Fall. Eine TYPO3-Update hätte mehr gekostet, als die ganze Seite auf WordPress neu aufzubauen.

Hast du auch noch so ein altes TYPO3-Projekt im Netz? Schreib mir, wenn du das ändern möchtest.

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